Gegenüber dem Schloß Rastede, der einstigen Sommerresidenz der Großherzöge von Oldenburg, liegt das Palais Rastede im Palaisgarten, einer kleinen, jedoch bemerkenswerten Parkanlage im Stil des englischen Landschaftsgartens.

Das Zimmertheater im goldenen Salon im herzoglichen Palais in Rastede ist unsere Spielstätte.

Die Intimität des kleinen Spielraumes und die dichte Atmosphäre lassen jede Inszenierung zu einem erinnerungswürdigen Erlebnis werden - gleichermaßen für die Besucher und die Akteure. Der Zuschauer kann sich dem Geschehen kaum entziehen, denn die maximal 30 - 35 Besucherplätze sind rund um die Bühne angeordnet. So kann man jeden noch so leisen Ton hören, jedes Augenzwinkern sehen, man hält die Luft an ... Der Zuschauer wird zu einem Teil des Geschehens. So wundert es nicht, dass an manchen Abenden der Weg zurück in die Realität sehr weit sein kann.





Die Ehe wird zwischen       Men­schen geschlossen, die sich lieben... 

Im Hochadel war das in der Vergangenheit nicht der Regelfall. Ehen wurden arrangiert und viele Kriterien waren zu erfüllen, von denen das wich­tigste die sogenannte Eben­bürtigkeit des Partners oder der Partnerin war...

So auch in Oldenburg am Ende des 19. Jahrhunderts. Der ErbgroBherzog Friedrich August war 1895 nach 17 Jahren Ehe mit der Preußenprinzessin Eli­sabeth- Anna Witwer geworden. Seine Trauer war umso größer, da Elisabeth Anna ihm nur eine Tochter, Sophie Charlotte, hinterlassen hatte; der sehnlich erwartete Thronfolger fehlte noch.

So wares nur zu verständlich, dass Friedrich August dringend eine Gemahlin im gebärfähigen Alter suchte. In Elisabeth von Mecklenburg, die 17 Jahre jünger war, und für die ihre Familie schon länger einen passenden Partner suchte, fand er schlieBlich seine zweite Frau...



"Wenn ich ich bin, weil ich ich bin, und du du bist, weil du du bist, bin ich ich und du bist du." (Kunst von Yasmina Reza)

WIR sind ein freies, professionelles Theater im schönen Residenzort Rastede (Landkreis Ammerland). Bereits seit 25 Jahren inszenieren wir im herzoglichen Palais jedes Jahr eine neue Produktion. Unser Zimmertheater hat 30 Sitzplätze.

Im Winter, im nebligen November beginnen wir unsere Spielzeit, die dann bis in den April hinein reicht. Jedes Jahr präsentieren wir ein neues Theaterstück. Mal komödiantisch ("Prinz Hamlet" von Dännemark", "Gretchen 89ff"),
dann sozial-kritisch oder politisch brisant ("Kleine Engel", "Der Tod und das Mädchen") bis hin zu den Klassikern ("Ritter, Denen, Voss", "Fräulein Julie").
Wir wollen nicht nur unterhalten, sondern unseren Besuchern durch unsere Stücke auch immer etwas mitgeben, was in ihnen nachwirkt - sie zur Diskussion, zum Nachdenken oder einfach zu einem herzhaften Lachen anregt.

Dass uns dies mit der

"kleinsten Bühne in Niedersachsen"

- wie es die dpa-Deutsche Presseargentur einmal beschrieb - gelingt, zeigt die stets wachsende Besucherzahl aus der gesamten Weser-Ems-Region. Neben verschiedenen Auftritten außerhalb unserer Spielstätte (z.B. Schloß Jever, Museumsdorf Cloppenburg etc.) wurden wir zum Strindbergfestival in Stockholm eingeladen, um dort "Fräulein Julie" von August Strindberg aufzuführen. Ebenso durften wir im Hans-Fallada-Haus in Carwitz unsere nominierte Inszenierung seines Stückes "Der Trinker" vorstellen.